Ältestes Kirchenbuch von Tharau - Hier werden die Ahnen meiner Matz Familie noch mit Maz oder Matzen bezeichnet
Ältestes Kirchenbuch von Tharau - Hier werden die Ahnen meiner Matz Familie noch mit Maz oder Matzen bezeichnet

Kirchenbuch - Projekt Aktuell

Kirchenbücher lesen und Austwerten


 

Für die Region Ostpreußen finden wir Kirchenbücher [KB] selten im Original, dafür verfilmt in den einschlägigen Archiven wie Berlin, Leipzig und in den Lesesälen der Mormonen-Kirchen. Rasant hat sich die Veröffentlichung einiger Bestände in Form von Digitalisaten in Olsztyn und bei Archion entwickelt.

Die Jüngeren unter uns werden sich beim Lesen des ersten KB wahrscheinlich, wie ich, verwundert die Augen reiben. Keine Sorge, dank im Netz kursierender Alphabet Tabellen und mit einiger Übung kann man bald mehr entziffern als für möglich gehalten.

Nicht nur das Lesen stellt eine Herausforderung dar. Die Handschrift und Schriftform (u.a. Latein oder Griechisch) des Pastor, die Qualität der Erhaltungen und vor allem die Arbeit an den Filmlesegeräten könnten noch mal kniffling werden.

Während auf den ältesten Seiten der Tharauer Bücher die Traueinträge z.B. hinter- und untereinander weg auf einer Seite verfasst wurden, ändert sich dies einige Jahrzehnte später. Dann stellen die rechte und linke Kirchenbuchhälfte je die Einträge für die Ehemänner (li), gegenüberliegend die der Ehefrauen dar.

Das betrifft euch etliche Taufbücher für Tharau.

Während auf einer Kopie als Papierform, z.B. in Leipzig, beide Seiten auf einem Blatt festgehalten werden können, sind die Verfilmungen der rechten und linken Seiten jeweils hintereinander einsehbar.

D.h. je nach Länge des Films kann der 1000 Bilder enthalten. Bei Durchsicht der Trauungen müssen also erst alle Ehegatten abgearbeitet werden, um dann die dazu passende Ehefrau auf den nächsten 500 Bildern zu finden.

Aber keine Sorge, die Seiten sind gekennzeichnet. Hat man die Logik darin begriffen kurbelt man, zur Freude seiner Mitforscher im Lesesaal einfach so lange, bis die Besuchszeit abgelaufen ist. Bei der nächsten Sitzung geht das von vorne los.

 

So liegt es auf der Hand, dass die digitale Form der Bücher für den Ahnenforscher die beste Lösung zu sein scheint.  Beste Beispiele sind online bei Archion und im Olsztyner Archiv zu sehen.

Was ist aber mit den Beständen, die weiterhin als Filmrollen in den Archiven oder in privatem Umfeld lagern?

 

Während das o.g. EZA Berlin seine Bestände laaaaangsam aber endlich im KB-Projekt Archion online stellt, hört man aus dem Staatsarchiv Leipzig nichts zu einer solchen Annäherung.

Aus einschlägigen Forscherkreisen hört man seit gut 15 Jahren, das die Mormonen eine Digitalisierung vornehmen.

Bislang bezieht sich das aber scheinbar nur auf einen speziellen Teil von Ostpreussen.

 

Die Auswertung der ostpreussischen Bestände in Form weiterer Ortsfamilienbücher scheint der beste Weg, hier das Dilemma der Ahnen- und Familienforschung in dieser Region zu beenden.

 


Kirchenbücher digitalisieren


 

Als Vorteil der digitalisierten KB ist zu nennen:

 

-Wegfall monströser Lesegeräte

-Arbeit und Auswertung am eigenen PC

-Bücher können in Papierform gebracht werden

-Per Katalog und Index können einzelne Seiten schneller abgerufen werden

-Kontrolle oder Berichtigung von Abschriften werden erleichtert

 

Der Aufwand einer Digitalisierung von KB-Filmen

 

-Es stellt sich die Frage, wie man hochauflösende Digitalisate erhalten kann

-Ist eine Anfertigung zu Hause möglich? Welche Geräte sind nötig?

-Ist eine Digtalisierung in der Filmlesestelle möglich?

-Wer fertigt Digitalisate an? Wie ist die Qualität? Welche Kosten entstehen?

 

Es haben sich mehr Interessierte als gedacht zu diesem Thema gefunden. Der Austausch brachte einige Fakten und eine kleine Interessengemeinschaft hat hier ein Forum zum Thema eingerichtet.

Wir freuen uns über weitere Beiträge und evtl. auf Unterstützer dieses Projektes!

Was gesucht wird


Suche, zur Auswertung von Kirchenbuchverfilmungen auf Microfilmrollen einen entsprechenden Microfilm-Scanner mit hochwertiger Auflösung. Zum Vergleich: Diese finden u.a. Anwendung in Unternehmen der Baubranche, Universitäten, Banken, Archiven und Bibliotheken.

Eine Neuanschaffung solch eines Gerätes ist zu kostenaufwendig. Die Herausgabe der Filme an ein Auftragunternehmen ist mir nicht gestattet.

Selbst ein Gebrauchtkauf wäre sorgsam für das Kosten/Nutzen Verhältnis abzuwägen.

Wer verfügt über solch ein  Gerät und würde es mir leihweise für den Zeitraum der digitalen Übertragung gegen eine erschwingliche Gebühr zur Verfügung stellen?

 

Die Auswertung der Filme dienen der Veröffentlichung in einem Ortsfamilienbuch über das Kirchspiel Kreuzburg in Ostpreussen.

Wer mich hier unterstützen könnte, würde dies auch für eine Vielzahl interessierter Ahnenforscher tun.

 

Um Rückmeldung an folgende Adresse wird gebeten: aennchen@tharauvillage.de

 

 

 

 

Kirchenbuch-Projekt Allgemein

 

Mein Forschungsgebiet gilt dem meiner Thiel-Matz Familien und Ahnen. Sehr konkret habe ich die Kirchenbuchbestände der Kirchspiele Tharau (Bestand ansehen) und Mahnsfeld (Bestand ansehen) eingesehen, vieles daraus dokumentiert.

 

Mein Forscherkollege, Gerhard Kahnert  (+2006) mit dem mich die Suche nach der Baß Familie u.v.a. Familiennamen in der Region Nordostpreußens verband, hat mir darüber hinaus etliche Abschriften aus Kirchenbüchern hinterlassen.

 

Diese digitalisierte Kahnert Datei verzeichnete im Original ca. 54000 Datensätze mit Taufen, Heiraten, Toten und anderen Personenunterlagen aus Kirchenbüchern und weiteren Unterlagen. Ganze Stammbäume mit interessanten Angaben zu Berufen, Wohnorten und mehr sind entstanden.

Allein Gerds Sammlung reicht weit über die Grenzen Ostpreußens hinaus.

Sie wurde von Gerhard im PAF-Format erstellt.

 

Dadurch entstand dieses Kirchenbuch-Projekt.

 

Bis heute konnte ich die Datei auf 56000 Datensätze digital erweitern. Dies gelang u.a. durch viele, engagierte und aktive Mitforscher! Diese werden nach und nach mit ihren Forschungsschwerpunkten in der Forscherliste-Ostpreußen hier veröffentlicht.

 

So gibt es neue Verknüpfungen zu Familien aus der Original Kahnert-Datei und natürlich gibt es neue Personendaten.

 

Besonders interessant sind in dieser Sammlung die Bestände aus Personenstandsunterlagen. Durch private Dokumente wie Urkunden und Ahnenpässe können damit viele Forscherlöcher gefüllt werden. Diese entstehen in Ostpreußen durch das Fehlen von Kirchenbüchern und Standesamtsunterlagen. Besonders der Zeitraum 1874 bis 1945 ist davon in einigen ostpreußischen Regionen betroffen.

 

Der Versand aus dieser Datei in Gedcom ist ebenso möglich wie der als Stamm- oder Verwandtschaftsbaum in Datei oder PDF-Formaten.

Falls vorhanden, werden Kirchenbuchabschriften, Dokumente und Fotos per Datei mitversandt. Selbstverständlich nur, wenn eine Einwilligung zur Veröffentlichung durch den Einreicher vorliegt.

 

Machen Sie bitte mit und senden Sie Ihre Anfragen und Daten um die Kahnert-Datei weiter zu vergrössern. Vielleicht können Sie selbst zu Ihrer Forschungsarbeit daraus gewinnen und finden ungeahnte Schätze. Das lässt sich vorab durch eine Mail mit Anfrage abklären. Nutzen Sie dafür das Formular unten.

 

Die Kahnert-Datei versteht sich als Kirchenbuch-Projekt zwecks Sammlung und Forscheraustausch. Sie ist eine Non-Profit Aktion!

D.h. mit den darin vorkommenden Daten werden keine Bücher zwecks Verkauf geschrieben und diese Daten werden auch nicht auf andere Art verkauft!

 

Damit wird das Projekt in der Fortführung der Idee des Gerhard Kahnert gerecht: Er hat gesammelt, um auszutauschen.

 

Lesen Sie dafür bitte weiter unten den Nachruf auf Gerhard.

 

 

Nicht von Interesse für dieses Projekt sind:

 

-Kopierte Daten aus dem Internet z.B. aus Foren wie Genea.net, My Heritage, Ancestry, Genealogy. net, Ahnenforschung.net, OWP-List oder ähnlich

-Zusammenstellungen aus Literatur, z.B. von Genealogischen Vereinen wie dem Verein für Familienforschung Ost-Westpreußen, Kreisbriefen, Chroniken o.ä.

-Alle Informationen und Daten Sammlungen ohne nachvollziehbarer Quellenangabe 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Annika Hinze (Montag, 19 Oktober 2015 21:15)

    Ich bin an Familien mit den Nachnamen Fleckstein, Blarr (Blaar), Weidenberg und Objartel in Bereich Preussisch Eylau interessiert. In der Kahnert Namenliste tauch ein/e "Fleckenstein" und eine "Blarr Catharina" auf . In der Kahnert excel Datei (Stand : 03.09.2013) werden keine der Namen erwaehnt. Koennen Sie mir weiterhelfen du den angegebenen Quellen? Vielen Dank

  • #2

    Baron Barwitski/ Baron Barwitzki (Dienstag, 29 Dezember 2015 04:19)

    I am looking for information on the Barwitski/Barwitzki family of Prussia (I do not know east or west). I understand one of the men of this family was appointed a Baron of a region by Kaiser Wilheim. I talked to a German family and he told me the story of the appointment but I cannot find any info on it. I am in Louisiana USA. Can you direct me in any area to research? Thanks Chris Hall

  • #3

    Joachim Friedrich Wilhelm Anker (Donnerstag, 28 Januar 2016 19:02)

    Bin am 27.7.1942 in Königsberg als 3. Kind der Eheleute Dr.Charlotte Anker, geb.Neiber, und dem Gutsbesitzer von Baiersfelde/ Groß Bajohren ( Gemeinde Tharau) Willy Anker geboren und wurde in der Kirche von Tharau im November 1942 getauft.Meine Eltern heirateten In Tharau am 3.10.1937. Vor ihrer Heirat und auch noch danach bis zur Vertreibung am 28.1.1945 war meine Mutter Zahnärztin in Kreuzburg und Wittenberg mit eigener Praxis.
    Ich wäre sehr daran interessiert zu wissen, ob sich in der Krahnert- Datei Personendaten über unsere Familie finden lassen. Mit freundlichen grüßen: Joachim Anker

  • #4

    Ännchen (Montag, 01 Februar 2016 16:11)

    Hallo Herr Anker,
    bitte nehmen sie unter der E-Mail aennchen@tharauvillage.de Kontakt mit mir auf.
    MfG
    Ännchen

Die Kahnert-Datei

2006 übergab mir Gerhard Kahnert seine Datensammlung. Ein Nachruf:

 

 

Download
Nachruf auf Gerhard Kahnert - Die Kahnert Datei
Nachruf Gerd mit Brief.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.6 MB

 

 

Hier ist der Bestand der Kahnert-Datei einsehbar.

 

Hier finden Sie Forscherkontakte