Ännchens Matz Forschung

Kichenbuch Tharau -überwiegend-


Der Notizzettel meines Vaters den ich vor 21 Jahren fand
Der Notizzettel meines Vaters den ich vor 21 Jahren fand

 

Viele die im nördlichen Ostpreussen nach ihrer Familie und ihren Ahnen forschen möchten, werden das gleiche Problem haben wie ich vor 21 Jahren. Zum Ersten gibt es keine familiären Dokumente und zum Zweiten existieren die Standesamtsunterlagen nicht mal in Archiven. Wenn es Kirchenbücher gibt, reichen sie nur selten bis 1944.

So gilt es teils riesige Lücken zu überbrücken. Am Anfang der Forscherei wird schnell klar: Das ist kaum machbar.

 

Bei mir ging es und ich möchte mit meiner Geschichte jedem Mut zusprechen, der ähnliche Sorgen hat. Nur nicht aufgeben! Die Arbeit und Ausdauer kann reichhaltig belohnt werden. Für jedes noch so kleine Puzzelteil ermpfindet man grosse Dankbarkeit, Gänsehaut und FREUDE!

Am Schluss wird zur Belohnung ein Stammbaum daraus.

 

Hier ein Abriss meiner 21 jährigen Forschungsarbeit, in der ich Familienangehörige, Freunde der Familie und letztendlich meine Ahnen fand.

Der älteste direkte Ahn ist Michall MATZ, geboren um 1688. Dokumentiert im ältesten Kirchenbuch von Tharau.

 

1996:

Nach dem Tod meines Vaters und seines Bruders musste ich vermuten; sie waren die letzten aus meiner ostpreussischen Linie.

Bis auf den Onkel hatte ich keine weiteren Verwandten meines Vaters kennen gelernt. Dies alles schien den Ereignissen des 2 Wk geschuldet zu sein.

Es dauerte etwas, bis ich anderes in Erfahrung brachte.

Mein wertvollster Begleiter war ein Notizzettel meines Vaters. Hier hatte er 1952 die Daten seiner Eltern und Geschwister notiert. Der grosse Wert dieses kleinen Blättchens sollte mir die Tür für viele spannende Geschichten zu meiner Familie und meinen Ahnen öffnen.

 

1998:

Fand ich die Telefonnummer meiner Tante Sophie -Lotte-, geb. Bass in Munderkingen heraus. Sie war die Frau meines ältesten Onkel Gustav THIEL. Er war im Krieg gefallen und der Kontakt zwischen ihr und meinem Vater brach ca. in den 1950ern ab.

Das Telefonat mit Lotte war einfach wunderbar. Leider wusste ich zu diesem Zeitraum noch nicht, wie ich Lottes Berichte am besten für meine Familien- und Ahnenforschung nutzen sollte.

 

1999-bis heute:

Schloss ich mich diversen Foren zu Ostpreussen im Internet an.  Mit den wenigen Informationen die ich hatte, begab ich mich auf die Suche.

Konkretes zu meiner Familie erfuhr ich dabei nicht. Ich bekam aber wertvolle Hinweise zur Vorgehensweise bei der Forscherei.

 

2001:

Lass ich einen wundervollen Bericht im Preussisch Eylauer Kreisblatt. Der Spaziergang durch Schnakeinen von Erika Hanff, geb. Dauter machte eine riesen Gänsehaut. In Schnakeinen bei Kreuzburg war ja mein Vater geboren.

Viele der Bewohnernamen die Erika schilderte waren mir aus der Erzählung meines Vaters bekannt. Als Erika mich mit ihrem Spaziergang direkt vor die alte Haustür des Wohnhauses meiner Oma Anna Thiel und ihren Jungs brachte.... empfand ich Glück.

Als meine Mutter den Namen Dauter las, erklärte sie mir das Erika eine meiner "Cousinen" aus Ostpreussen sei.

In all den Jahren hat Cousine Erika in unseren Gesprächen nicht einmal etwas zu meiner Ahnenforschung beigetragen.

 

Sie hat aber etwas viel schöneres vollbracht.

 

 

Grosseltern

Carl Thiel *15.2.1886 in Schnakeinen + 26.4.1933

oo

 

 

 

Urgrosseltern Amalia und Heinrich Matz
Urgrosseltern Amalia und Heinrich Matz

Oma Anna war das älteste von sechs Kindern. So konnte man man Heinrichs Geburtsdatum errechnen. Es musste um +/-1869 gelegen haben.

Und so fand den Geburtseintrag meines Urgrossvaters Heinrich im Taufbuch Tharau

KB Kopf: Taufen 1869
KB Kopf: Taufen 1869
T. KB Tharau links.: Heinrich Albert Matz, Sohn des Gotthard
T. KB Tharau links.: Heinrich Albert Matz, Sohn des Gotthard
T. KB Seite re.: Friederike Schollau, Mutter von Heinrich Albert und Paten
T. KB Seite re.: Friederike Schollau, Mutter von Heinrich Albert und Paten

Mein Urgroßvater Heinrich Albert Matz hatte noch weitere Geschwister, wie aus den KB Tharau hervor geht:

 

1863

Wilhelmine Justina Matz in Tharau geboren

 

Paten alle aus Tharau:

Friedrich Matz

Friedrich Radke

Regina Nitsch

 

 

1866

Friedrich August Matz in Dorf Tharau

 

Paten alle aus Tharau:

Wilhelmine Hein

Friedrich Beyer

Henriette Kösling

 

 

 

Ein Geschwisterkind wird tot geboren..

1867: totgeborener Sohn von Gotthard und Friederike
1867: totgeborener Sohn von Gotthard und Friederike

1869 dann Urgrossvater Heinrich Albert Matz

 

1870, am 19. Januar folgt ihm

Carl Hermann Matz, der in Packerau geboren wird.

 

Paten:

Henriette Kösling, Tharau

Friederike Rehser, Tharau

Hermann Wolter, Packerau

 

1871, 21. November

Friedrich Wilhelm Matz

 

 

 

Tharau Taufen: Friedrich Wilhelm
Tharau Taufen: Friedrich Wilhelm
Tharau Taufen, Friedrich Wilhelm Matz, Taufpaten und Todeseintrag
Tharau Taufen, Friedrich Wilhelm Matz, Taufpaten und Todeseintrag

1873, 14. September als letztes der Schollau-Matz Verbindung im KB Tharau gefunden:

Anna Auguste Matz


Anna stirbt 1878:

Soweit zu den gefundenen Kindern aus der Verbindung Gotthard Matz oo Friederike Schollau

die hiermit zu belegen wäre:

Heiraten 1863, li.:Mein Ur-Ur-grossvater Gotthard Matz war bei der Heirat 1863, Knecht in Gross Lauth
Heiraten 1863, li.:Mein Ur-Ur-grossvater Gotthard Matz war bei der Heirat 1863, Knecht in Gross Lauth

Gotthard Matz Vater war Heinrich Matz, bei der Heirat verstorben. Hofmann in Kämmershöfen.

Heiraten 1863 Tharau S. re.: Meine Ur-Urgroßmutter Friederike Schollau, Magd in Tharau, Tochter des Gottlieb Schollau aus Wisdehnen
Heiraten 1863 Tharau S. re.: Meine Ur-Urgroßmutter Friederike Schollau, Magd in Tharau, Tochter des Gottlieb Schollau aus Wisdehnen

weitere Ergebnisse meiner Forscherei sind weniger gut verknüpft, dafür aber reichhaltig und voller Fragezeichen.

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Kirchenbuch Lichtenhagen

 

Am Beispiel von KB Einträgen aus Lichtenhagen finde ich eine interesannte Verknüpfung:

 

Am 28.2.1874 wird dort Carl Ferdinand Theodor Schröder aus Lichtenhagen getauft.

Eltern:

Maria Matz oo Carl Heinrich Friedrich Schröder, Pfarrer in Lichtenhagen

Bislang war bekannt:

Maria Matz oo mit Carl H.F. Schröder, Tochter aus 3. Ehe des

Friedrich Ferdinand Matz aus Ponarth oo Johanna Luise Secknick aus Schmerkstein

 

Weitere Kinder aus dieser Ehe:

1. Julius Ferdinand Theodor Matz aus Liepnicken

2. Maria Matz, s.o.

3. Therese Matz

4. Ottilie Matz

5. Theodor Matz

 

Zweite Ehe zu 1.

Johanna Marie Salomon, Domnau od. Sanditten

 

3. Kind aus dieser Ehe:

Julius Matz *1892 in Liepnicken, Pfarrer in Pillau und Auglitten

oo

Agnes Claasen aus Dortmund

 

________________________________________________

 

Die Ehe der Maria Matz findet sich tatsächlich im KB Lichtenhagen.

Dort gibt es auch noch weitere Einträge zu Matz Frauen. Leider fehlt hier bislang die Verknüpfung:

 

 

Taufe Carl Theodor Ferdinand Schröder 1874 in Lichtenhagen.

Vater: Carl Heinrich Friedrich Schröder

Mutter: Maria {Amalia} Matz

H. 12.2.1854-Lichtenhagen: Wilhelmine Matz oo Friedrich Dornbusch
H. 12.2.1854-Lichtenhagen: Wilhelmine Matz oo Friedrich Dornbusch

Im KB Tharau-Trauungen 1854, Eintrag 46, ist diese Heirat auch verzeichnet. Dieser bringt neue Hinweise zu den Eltern der Brautleute, wirkt aber auch etwas kurios:

 

Wilhelmine Matz aus Jäskeim, To. d. verst. Ernst Matz, Schulz in Tharau [oo] mit Friedr. Dornbusch, Knecht Jäskeim. S.d. Gottlieb Dornbusch, Instm. in Wargitten.

 

aufgeboten d. 4.5. [zu oder nach] Ep[iphanias]

 

Wie auch immer stellt sich bald Nachwuchs ein:

 

Taufe Carl August aus KB Ludwigswalde, Eltern: Friedrich Dornbusch oo Wilhelmine Matz
Taufe Carl August aus KB Ludwigswalde, Eltern: Friedrich Dornbusch oo Wilhelmine Matz
T. Lichtenhagen: Kind der Amalia Matz. Wer kann den Vater und die Taufpaten lesen?
T. Lichtenhagen: Kind der Amalia Matz. Wer kann den Vater und die Taufpaten lesen?
T. Lichtenhagen 1858, Regina Matz oo Johann Gottfried Reske. Welchen Beruf hatte er, wer waren die Paten der Berta?
T. Lichtenhagen 1858, Regina Matz oo Johann Gottfried Reske. Welchen Beruf hatte er, wer waren die Paten der Berta?

 

Ergänzungen zu diesem Kirchspiel sind willkommen. Anfragen beantworte ich gerne.

 

 

 

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