Familien- und Ahnenforschung in Ostpreußen



Jubiläum 400 Jahre Anna Neander- Ännchen von Tharau- Vladimirovo/Tharau 2019


Anke von Tharau wurde um 1615 als Tochter des dortigen Pfarrers Martin Neander in Tharau bei Königsberen geboren sein. Dort lebte sie im Pfarrhaus neben der Kirche. Sie muss in der Kirche von Tharau getauft worden sein.Sie soll so schön gewesen sein, dass Simon Dach ihr zur Hochzeit ein mehrseitiges Lied widmete. Am 5. Oktober 2019 wurde dieses Jubiläum im heutigen Vladimirovo/Kaliningrad, ehemals Tharau, gefeiert.

Zugleich wird die teilsanierte Kirche zum ersten Mal nach Jahrzehnten für Publikum im Inneren geöffnet. Nach 1945 diente die Kirche als Casino und Kuhstall. Kirchenwände wurden für die Bewirtschaftung eingerissen. Die heutigen Bewohner von Vladimirovo leben teilweise in 2-5 Generation in Vladimirovo und wurden dort geboren. Sie haben die Feierlichkeiten langfristig geplant und vorbereitet. Sie lieben den Ort ebenso, wie ihre deutschen Vorgänger. In den 1990 er Jahren bildete sich der Förderverein Kirche Tharau. Die Mitglieder u.a. der Architekt Haese, brachten auf diesem weg sehr viel Geld zur Sanierung der Kirchenruine zusammen. Auch die deutsche Bundesregierung unter Schröder steuerte eine erhebliche Summe zum Wiederaufbau bei. Geld und Baumaterial verschwand über Jahrzehnte in dunklen Kanälen. Die Sanierungsarbeiten stockten darum häufig. Dann endlich wurde das Dach eingedeckt und gröbste Schäden am Bauwerk saniert. Es erfolgte eine Wiederaufmauerung des Seiteneingangs, der zu verschwinden drohte.  Klinker dienten als Baumaterial.

Zuletzt, bis zur Geburtstagsfeier des Ännchen in 2019 wurde ein neuer Boden eingelassen. Der Altar bietet dabei eine Schnittstelle. Unter ihm befand sich eine Gruft mit sehr alten Familiensärgen der Gutsbesitzer. Die Russen haben hier nach dem Bernsteinzimmer gesucht und die Gruft wurde entehrt. Die Kirche in Tharau wurde von Kreuzrittern auf dem Lindenberg errichtet. Ein minimale Anhöhe, die das Bauwerk bis heute von weitem sichtbar macht.

Die Drohnenaufnahme, die Fotos der Geburtstagsfeier und aus den Innenräumen der Kirche von 2019 habe ich der Seite Музейно-культурный центр поселка Владимирово auf Facebook entnommen. Es ist das Sprachrohr für das Museum des heutigen Vladimirovo. Tharau liegt heute woanders.....


Von Porschkeim-Pr. Eylau nach Rhode Island

Kurze Geschichte zu Otto Franz Labion


Welche Wege der Ahnen durch Dokumente nachvollziehbar sind:

 

Dem Eheregister von Königsberg des Jahres 1935 ist seine Heirat mit Charlotte Helene Hoffmann zu entnehmen.

Otto ist 1914 in Porschkeim/Kreuzburg OP geboren. 1935 ist er Kraftfahrer in Königsberg.


Als Kraftfahrer sollte er einen Militärdienst im 2. Wk geleistet haben. Darüber wird man Auskunft in den Aufzeichnungen der WAst (Wehrmachtsauskunftstelle_Archiv) finden.

Wenn auch über diese Zeit erstmal nichts zu erfahren ist, wird durch die Passagierliste für Flüchtlinge 1946-1971 (Archiv Bad Arolsen) klar, dass Otto Labion  am 21.12.1956 in Bremen Lesum Reisepässe für sich und seine Familie beantragt. Ziel: Von Bremerhafen aus in die Staaten auszuwandern. Hier ist sein Sohn Reinhard verzeichnet, der 1944 geboren wurde. Datum der Abreise war der 28.02.1957. Das Schiff mit dem die Familie übersetzte hiess USS GENERAL LANGFIT.


Auf dieser Kennkarte erfahren wir das Familie Labion am 11.03.1957 in New York angekommen ist. Hier steht auch, dass er 1964 eingebürgert wurde. Den Antrag hat er schon einige Jahre zuvor gestellt. Hier die Kennkarte, danach folgt der Antrag auf Einbürgerung.


1957 stellt er einen Antrag auf Einbürgerung. Er wohnt nun mit Frau und mittlerweile zwei Kindern in Rhode Island, 38 Verndale Avenue. Seinem Beruf ist er treu geblieben und wird als Mechanic geführt. Neben Körper- und Schuhgröße, Haar- und Augenfarbe erfahren wir aus dem Eingürgerungs Dokument auch, das Otto der rechte Zeigefinger fehlt.


Otto starb am:

22 Dez 1967

Bestattung

Johnston, Providence County, Rhode Island, USA Grabstelle

Section Faith, Lot 98, Grave 3

 

Quellen und alle Fotonachweise: Ancestry und familysearch

 

 

 



Neu: Einwohnerlisten DIY-Pr. Eylau


Das Do-it-yourself Projekt kann helfen, neue Verknüpfungen zu erstellen. In Ostpreußen zogen unsere Vorfahren, ob Arbeiter oder Handwerker, häufig um.

Innerhalb eines Kreises lagen mitunter nur einige Kilometer Entfernung zwischen dem Geburts- und späterem Wohnort. Verwandte tummelten sich also in nächster Nachbarschaft. Wesentlich zerstreuter ging es dann nach der Flucht 1945 zu.

Aufgrund fehlender Dokumente aus Ostpreußen verlaufen mögliche Verknüpfungen einzelner Personen und ganzer Familien darum im Sande.

 

Einwohnerlisten können eine grosse Hilfe bei der Suche sein.

Da es fast unmöglich geworden ist, komplette Einwohnerlisten einzusehen, können wir uns gegenseitig damit helfen, eine solche Liste pro Ort zu erstellen.

 

Für den Kreis Preußisch Eylau möchte ich solche Listen mit Ihrer Hilfe zusammenstellen.

Ich freue mich über möglichst viele Rückmeldungen unter

Projekt Einwohnerlisten, Kreis Pr. Eylau

 


Lesetipps


Rekonstruktion eines Dorfes anhand einer Einwohnerliste


Hilfe erbeten


bei der Rekonstruktion des Dorfes Schnakeinen, Stadt und Kirchspiel Kreuzburg, Kreis Preußisch Eylau in Ostpreußen.

Vielleicht finden Sie Ihre Vorfahren in den Listen!

Legende zur Kopfzeile der Datei:

  • Nr. - entspricht der Nummer im Original der Einwohnerliste von Schnakeinen.
  • Haus lt. Dorfplan - Die Nr. zu den einzelnen Häusern und deren Besitzer fliessen in diese Spalte ein
  • Skizze - Die Nr. der ersten Spalte zeigen an, in welchem Gebäude die Familien gewohnt haben.
  • Hausbesitzer - Waren meist die Landwirte. Neben einem Wohnhaus gab es auch ein Deputantenhaus.
  • HB - Anzahl der Hausbewohner, meist Anzahl der Personen einer Familie
  • Familienname - In blau. Geburtsnamen und Nachnamen nach Eheschliessung der Frauen in rot.
  • Besitz - Bei grösserem Landbesitz erfolgte eine Hektar (ha) Angabe.

Personen die nicht in der Originalliste standen, aber nachweislich vor der Listenerstellung im Dorf lebten wurden hinzugefügt. Hier wurde die NR. weggelassen.

Für einige Personen ist kein Vorname und bei Frauen nicht immer der Geburtsname oder das Geburtsjahr bekannt. Auch der Verbleib nach 1945 ist ungeklärt.

Es sind noch nicht alle Familien den Gebäudeplänen zugeordnet.

Bitte helfen Sie mit, die Angaben zu ergänzen. Auch Fotos zu den Personen oder Gebäuden in Schnakeinen sind sehr willkommen. Melden Sie sich bitte unter aennchen@tharauvillage.de

 

Unten ein Beispiel. Alle Einwohnerlisten Schnakeinen einsehen



Ahnenliste Thiel-Matz

Gehen Sie doch einmal Back to my Roots und stöbern in meiner Ahnenliste Thiel-Matz aus Ostpreußen. Sie beinhaltet mehr als 80 Familiennamen. Vielleicht sind wir verwandt?



Herzlich Willkommen liebe Leser!



Ahnen- und Familienforschung in Ostpreußen

Eine Faszinierende Reise in die Vergangenheit

Ahnen- und Familienforschung ist ohne Kirche und Kirchenbücher undenkbar. Was wir als selbstverständlich empfinden, entbehrt im Forschungsgebiet Nordostpreussen meist jeder Grundlage.

Ein Beispiel in Bildern, die Geschichte des Dorfes und der Ännchen Kirche in Tharau

..... es ist die Geschichte meiner Ahnen


 

Auf diesen Seiten ist die Ahnen- und Familienforschung in Nordostpreussen Thema Nr. 1.

In 23 Jahren habe ich mich dazu auf die Regionen im Regierungsbezirk Königsberg spezialisiert.

Zu meiner persönlichen Schwerpunktforschung gehören die Kreise Pr. Eylau, Königsberg Land mit Samland, Königsberg Stadt mit Eingemeindungen, Heiligenbeil, Bartenstein. Die Familiennamen meiner Ahnen finden sich unter den entsprechenden Links dieser Seite.

Dabei sind die Grenzen natürlich fliessend und führten mich auch in viele andere ostpreussische Regionen.

 

Die Auseinandersetzung mit der Familie, die bis zur Flucht 1945 in Ostpreussen zuhause war eröffnet, neben der Ahnenforschung, neue Themenbereiche. So fliesst hier umfangreiche Information ein:

Die Geschichte der Regionen, die Entwicklung der ehemaligen Lebensräume bis heute, die NS-Zeit und die daraus resultierenden Schicksale ostpreussischer Bewohner.

 

Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung in meinem Gästebuch oder in den Suchanfragen freuen!

 

Für Anregungen oder die Zusendung von Material welches diese Seiten bereichert nutzen Sie bitte das Kontaktformular unten, über das Sie mich persönlich erreichen.

 

Sie suchen kompetente Unterstützung für Ihre Ahnenforschung in Ostpreußen? Lesen Sie bitte hier weiter Genealogische Auftragsforschung

 

Ich wünsche allen Lesern viel Erfolg bei der Forschung und Freude an meinen Seiten!

 

Aennchen

 

Kontakt

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Ännchen Kirche Tharau 2005 ohne Dach, es hat sich viel getan
Ännchen Kirche Tharau 2005 ohne Dach, es hat sich viel getan

400 Jahre Anna Neander


aus der Dorfchronik tharau nach Paul Boldt





Suche NACHKOMMEN VON



Dreier in Schnakeinen/Kreuzburg - Kreis Pr. Eylau

 

Rudolf DREIER * 1882, Melker in Schnakeinen oo Bertha geb. THIEL 25. Mai 1982 in Schnakeinen (Schwester meines Grossvaters Karl THIEL). Bertha wohnt nach dem Krieg in Möhra/Thür. verstirbt nach 1952.

Kinder:

Paul Dreier *1907 Schnakeinen (?)

oo

Elisa Dreier, geb. GILLMEISTER *1909

Das Ehepaar wohnt nach der Flucht in Kl. Bramstedt 5, Kreis Bassum

Kinder:

Elisabeth (Lisbeth) * ca. 1927 in Schnakeinen, verh. PLATT.  Luftschutzhelferin im Harz. Nach der Flucht wohnhaft in Möhra/Thür.

  • 1 Sohn

Helga * 1937 (?)

Eine weitere Tochter deren Name nicht bekannt ist.

 

Otto Dreier, nach der Flucht wohnhaft in Hüven/Sögel Kreis Aschendorf-Hümmling.

Ob es sich bei Otto Dreier um einen Sohn oder ein anderes Familienmitglied handelt ist unklar.



Gillmeister - Tharau

Elise Gillmeister * um 1880, verstorben 25.8.195x Bassum/Barmstedt

Frida Gillmeister * um 1920, später (Asendorf) Bramstedt

Heinz Gillmeister * um 1929, später Syke


 MATZ in Dopsattel:

 

Matz, Fritz, 1945 verschollen,  Kämmerer auf dem Gut Charlottenhof -Gut Tharau- seiner, wohl verwitweten, Tante Alwine Radtke.

Seine Frau:

Matz, Johanna, 04.08.1910/Garbnicken, geb. Scheffler, - später Wewelsfleth:

Seine Töchter

Matz, Erika, 22.08.1938

Matz, Bärbel, 04.06.1941

Diese Familie wohnte in Dopsattel. Trauung und Taufen sind im Kirchenbuch Mahnsfeld verbrieft.

Konnten die Töchter mit der Mutter flüchten? Haben sie die Flucht überlebt? Wenn ja, wo sind sie oder ihre Nachkommen zu erreichen?

 

2. Anfrage Matz in Mahnsfeld:

 

 

Adebahr, Franz Deputant

 

Adebahr, Therese, geb. Matz

 

Adebahr, Heinz, Sohn

 

Adebahr, Erwin,Franz, geb. 1930/Mahnsfeld, Sohn

 

Wie verlief das Schicksal dieser Familien ab Winter 1945? Sind alle Familienmitglieder verschollen? Wo sind sie geblieben?