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Festung Königsberg


1257-1945

Die erste Festungsanlage stand also auf dem Twangste Berg, siehe Ordensburg.

Zuletzt stand dort das Reichsbankgebäude.

Im Mittelalter wurden die ersten Städte dann ebenso mit Wallanlagen umgeben. Sie bestanden aus Gräben, es folgten Erdwälle auf denen Plankenzäune standen. Die wenigen Zugänge zur Stadt wurden durch Holz - Tore verschlossen. Brücken führten über die Gräben. Nicht gesichert ist, ob es sich um Zugbrücken handelte, was aber möglich scheint und später umgesetzt wurde.

Es wird vermutet, dass Warten (Ausguck/Wachturm) in die Plankenzäune eingebaut waren.

Blick zum Ausfalltor mit Festungsmauer_Graben_Brücke_Tor_Wall
Blick zum Ausfalltor mit Festungsmauer_Graben_Brücke_Tor_Wall
Zum Foto oben: Lage Ausfall-Tor
Zum Foto oben: Lage Ausfall-Tor

Nach der Städtegründung der Altstadt, des Kneiphof und des Löbenicht gab es zunächst drei Tore. Das östlich gelegene Burgtor, ein Tor südlich an der späteren Kantstraße, am Vogtswerder, dem späteren Kneiphof in Richtung Natangen (später Pr. Eylau). Diese beiden Tore waren noch aus Holz. Als drittes wurde das Steintor errichtet. Sein Name beschreibt die Bauart. Daneben gab es sogenannte Pforten am Pregel.

Der Löbenicht besaß drei Tore: Kohltor, Roßtor und Narrentor.

Zum Kneiphof führten wohl schon an der späteren Stelle des Krämer- und des grünen Tores Pforten. Lage siehe Krämer Brücke und Grüne Brücke auf der Karte.


1626

 

wurde eine Stadtmauer um die drei Städte Königsbergs mit ihren Freiheiten gebaut. Hintergrund war die Angst vorm Einmarsch der Schweden. Sie war so stark angelegt, dass man hier von einer Festung sprach. Der Bau soll 12 Jahre gedauert haben.

 

Die sogenannten Fortifikationsbauten umfassten:

  • bis zu 6 Meter hohe Erdwälle
  • bis zu 20 Meter breite Wassergräben
  • 9 Tore
  • 18 Halbbastionen
  • 26 Bastionen

Der Verteidigungsring war 15 Km lang.

 

Die Wallbefestigungen. Sie wurden im Lauf der Zeit, je nach Bedrohungslage verstärkt. Sie wurden durch natürliche Sperren, wie dem Flußlauf des Pregels, unterbrochen.
Die Wallbefestigungen. Sie wurden im Lauf der Zeit, je nach Bedrohungslage verstärkt. Sie wurden durch natürliche Sperren, wie dem Flußlauf des Pregels, unterbrochen.
Der Wassergraben, hervorspringend die Bastion, dahinter der meterhohe Erdwall. Das halbrunde Gebäude zum Erdwall hin ist ein Ravelin.
Der Wassergraben, hervorspringend die Bastion, dahinter der meterhohe Erdwall. Das halbrunde Gebäude zum Erdwall hin ist ein Ravelin.
Wall am Steindammer Tor
Wall am Steindammer Tor

1626

Bau Festung pillau

Im 30 jährigen Krieg besetzte Schweden unter König Gustav Adolf Pillau und baute die bereits bestehende Festung aus. Sie blieben 10 Jahre vor Ort.

1635

Wurden laut eines Musterungsbericht 5750 Mann und 320 Reiter eingezogen.

1657

Unter anderem aus Anlass des Schwedeneinfalles:

Errichtung der Festung Groß Friedrichsburg -einer Zitadelle-. Also eine Festung innerhalb der Festung Königsberg.

Namensgeber war Kurfürst von Preußen Friedrich Wilhelm. Er war selbst Calvinist, liess rund 20.000 Hugenottische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich in seine Länder, wohl auch nach Ostpreußen. Die Hugenotten mit ihren vielfältigen Fähigkeiten brachten wirtschaftlichen und kulturellen Aufstieg.

Durch familiäre Bindungen stand er den Holländern nahe. Auch sie besiedelten Ostpreußen und waren Fachleute in Sachen Wasserbau und bereicherten die Region dadurch.

Friedrich Wilhelm wird ein angespanntes Verhältnis zu den Stadtbewohnern zugeschrieben. So konnte diese Verstärkung der Befestigung in Nähe des Schloßes auch bei inneren Unruhen Schutz für dessen Bewohner bieten.

 

Friedrichsburg war quadratisch gebaut und wies an jeder Ecke eine Bastion auf. Im inneren bot sie Platz für eine kleine, ständige Besatzung, hatte Vorratsräume und konnte im Ernstfall auch größe Truppenstärken aufnehmen.

Kurfürst Friedrich Wilhelm aus dessen Wikipediaeintrag
Kurfürst Friedrich Wilhelm aus dessen Wikipediaeintrag
Fort Friedrichsburg als Quaderbau mit den markanten Bastionen. Sie trugen die Namen Smaragd, Perle, Rubin und Diamant.
Fort Friedrichsburg als Quaderbau mit den markanten Bastionen. Sie trugen die Namen Smaragd, Perle, Rubin und Diamant.
Die Festung Friedrichsburg innerhalb der Festung Königsberg. Umschlossen vom Pregel und einem weiteren Wassergraben. Friedrichsburg war integriert in die bereits bestehenden Wallanlagen der Stadt.
Die Festung Friedrichsburg innerhalb der Festung Königsberg. Umschlossen vom Pregel und einem weiteren Wassergraben. Friedrichsburg war integriert in die bereits bestehenden Wallanlagen der Stadt.
Festung Friedrichsburg
Festung Friedrichsburg

Mit weiteren Ausbauten erhielt die Zitadelle eine Kommandantur, Unterkünfte, Gefängnisse verschiedenen Grades und eine Garnisionskirche.

Da Emanuel Kant seine legendären Spaziergänge südlich der Festung zu machen pflegte, wurde dieser Weg als Philosophendamm bekannt.

1657-1843

Der 30 jährige Krieg trat ein und bis 1657 wurden Bürger zur Verteidigung eingezogen. Schwadronen bestanden teils aus Fleischern und Fuhrleuten. Die Mannschaftsstärken wiesen 3000 Personen auf. Diese Kräfte waren viel zu gering und auch ungeübt.

Die Wallanlagen waren in schlechtem Zustand. Während die russischen Gegner keine sonderliche Gefahr für die Stadt boten, stellte sich diese 1807 durch den Einmarsch Napoleons Truppen (Schlacht bei Preußisch Eylau) umso größer dar.

Die Stadt war überfüllt mit Verwundeten. Alleine 12000 Russen sollen darunter gewesen sein.

Die Franzosen eroberten die Stadt und nutzten sie als Vorposten für Eroberung Russlands.

Königsberg wurde zu einem großen Waffenlager der Franzosen und 1812 weilte Napoleon selbst für wenige Tage im Schloß.

Im 19. Jrhd. nach den Schlachten Napoleons, u.a. in Preußisch Eylau und kurzer Besatzungszeit durch die Russen, wurden die vorhandenen Schutzbauten verstärkt. Mehrfach gebrannte Ziegel und die modernste Befestigungstechnik kamen zum Einsatz. In ganz Ostpreußen gab es bis ins 20. Jhrd. unzählige Ziegeleien. Ein Zweig, der viele Arbeitsplätze schaffte.

Bastion an der Sternwarte mit Ausfalltor
Bastion an der Sternwarte mit Ausfalltor
Bastion
Bastion

1813

Königsberg wird nun für eine lange Zeit eine Insel des Friedens.