Nach rund acht Monaten, im Mai 2026, ist einiges über die fortschreitenden Arbeiten an den Listen zu berichten.
Einige Fakten zu den Inhalten schärfen sich durch verschiedenen Quellen. Hier ein Erlebnisbericht zu der Entwicklung der Listen.
Juni 2026 Familie Fuchs aus Trinkheim
Das Finden der Familie Fuchs aus Trinkheim steht für die Entwicklung in den Listen. Es werden Familienmitglieder gefunden. Auskunft zu Geburtsorten und -daten sowie zu Wohnorten und Schicksalen können eingesehen werden.
Erich Fuchs ist Schütze bei der Wehrmacht. Er fällt 1941. Dieser Information ist auch sein Vater Albert Fuchs zu entnehmen. Er wohnt zu dem Zeitpunkt in Trinkheim, wo sein Sohn geboren wurde. Das Geburtsdatum liegt vor.
Ein anderer Fund zeugt von Edith Fuchs die in Trinkheim geboren wurde. Sie gelangt durch die Flucht nach Dänemark, was für das Jahr 1947 in einem Kirchenbuch dokumentiert ist.
Das Geburtsjahr von Edith wird in diesem Eintrag genannt und damit ist klar, vom Alter her könnte sie eine Schwester von Erich und somit eine Tochter von Albert sein. Edith entbindet 1947 einen Sohn, der kurze Zeit später stirbt.
Wenig später finde ich Elise Fuchs. Sie und Ehemann Albert werden 1953 per Anzeige gesucht.
Aus Trinkheim stammt auch Otto Mertsch der 1939 mit seiner Familie in Gutenfeld wohnt. Diesen Eintrag kann ich von der Einwohnerliste Samland-Listen in die von Pr. Eylau übertragen.
Auch Albert Klein stammt aus Trinkheim, wohnt 1939 aber mit Ehefrau und Kindern 1939 in Löwenhagen/Samland.
Robert Scharfenort ist der älteste gefunde Einwohner aus Trinkheim. Er stirbt 74 jährig im Februar 1945. Das lässt vermuten, er ist auf der Flucht verstorben. Robert war Sattlermeister und wohnte 1939 mit Ehefrau und Tochter Edeltraut verheiratete in Pobethen. Edeltraut ist auch 1945 gestorben.
Der Melker Gustav Kriegsmann aus Trinkheim wohnt 1939 mit den Eltern Fritz und Auguste, geb. Borchert in Schuditten/Samland. Fritz stammt aus Ober-Alkehnen und muss sich um 1905 in Trinkheim aufgehalten haben.
Gefunden wird auch der Lehrer Fritz Brand. Er war vom September bis Oktober 1935 als Lehrer in Trinkheim beschäftigt. Ab November des Jahres war er in Wendehnen/Rastenburg angestellt.
Und nachdem Horst Schulz den Fritz Bass als Besitzer und Gemeindevorsteher in Trinkheim bis 1945 genannt hat, finde ich seine Ehefrau Erika, geb. Schuleit in einer Geburtstagsanzeige im Kreisblatt Pr. Eylau von 1980. In diesem Jahr feiert sie ihren 80. Geburtstag. Sie wohnt in Hameln. Später finde ich die Anzeige der goldenen Hochzeit des Paares, 1971 in Hameln.
So können für Trinkheim insgesamt 120 Bewohner in die Einwohnerliste eingepflegt werden.
Horst Schulz gibt für 1939 die Einwohnerzahl von 200 für Trinkheim an.
Juli 2026
Gerade dabei die Einwohner aus Orten mit -W- in die Einwohner-Tabellen einzupflegen.
Meine Vorfreude darauf wächst, bald alle Einwohner namentlich sortiert untereinander anordnen zu können.
Damit wären alle Listen komplett durchsuchbar. Mich beschäftigt noch die Umsetzung. Es gilt 420 Listen mit einer noch ungezählten Anzahl von Einwohnernamen auf diesen Seiten darzustellen. Zu rechnen ist aber mit einem sehr hohem Datensatz. Schätzungsweise werden es 25.000 - 30.000 Zeilen mit Datensätzen. Nun beschäftigt mich folgendes.
Wer hat einen Tipp?
Ich habe Einwohner eines Kreises in Ostpreußen nach ihren Geburts- und Lebensorten in einer Tabellenkalkulation erfasst. Die Orte sind alphabetisch geordnet wobei jeder Ort auf einer einzelnen Liste erfasst ist. Die einzelnen Ortslisten befinden sich wiederum zusammengefasst innerhalb einer Liste A, Liste B, Liste C u.s.w..
Damit sind nun insgesamt 420 Listen entstanden.
Diese möchte ich
a) zusammenfügen, ohne alle Listen untereinander händisch in eine Tabellen zusammenstellen zu müssen
b) umwandeln in CSV-Datei zu GEDCOM-Datei oder Tabelle zu Text-Datei
das alles soll ohne Verluste geschehen und durchsuchbar sein.
PAF-Personal Ancestry File von familysearch
konnte Datensätze aus einer Gedcom in alphabetisch geordnete Listen schreiben, die zudem in einem Browserfenster durchsucht werden konnten. Das Programm erhält keine updates mehr.
Gibt es irgendwo etwas ähnliches wie PAF?
Da ich die Listen in einer Tabellenkalkulation erfasst habe, können sie in eine CSV-Datei umgewandelt werden. Ich finde kein Genealogy-Programm, dass diese CSV-Dateien als GEDCOM-Datei fehlerfrei wiedergeben kann.
Wer hat Erfahrung damit und kann eine Empfehlung für ein Programm aussprechen? AGES und AHNENBLATT bieten keine verwertbaren Ergebnisse.
Ich habe AI ausprobiert, das mag in einer Pro Version sogar funktionieren. Die Kosten für ein ABO würde ich nicht investieren.
Für mein Problem mit der nicht funktionierenden Umwandlung bei AHNENBLATT konnte ich herausfinden: Ich müsste meine Spaltennamen scheinbar in anderen Befehlen/Formeln schreiben. Dazu fehlt mir leider der Schlüssel oder anders, ich weiß nicht wie ich die Formeln per Spalte benennen soll.
In den 10 Spalten befinden sich Angaben wie: Nr./Ort/Familienname/Vorname/Geburtsname/Stand-Beruf/Geburts-Datum/Nach 1945/Anmerkung/Quelle
Juni 2026
Der Kreis Pr. Eylau hatte 61 Orte die mit dem Buchstaben S begonnen haben. Aktuell habe ich nun fast alle Bewohner der Orte S bis Seeben digital erfasst.
In den Ortschaften unter K, L, M, N, O und P gibt es noch fehlende Orte.
Die drei Städte Kreuzburg, Landsberg und Pr. Eylau fassen bislang je über 500 digitalisierte Personennamen. Ich hoffe nochmal so viele und mehr Einwohner der Städte erfassen zu können.
Für Kreuzburg kann ich mitteilen das hier bereits eine recht komplette Einwohnerliste mit 1901 Personen vorliegt. Diese Sammlung spiegelt die Einwohnersituation von ca. 1939-1945. Sie wurde von ehemaligen Kreuzburger Einwohnern zusammengetragen.
Ich kann schon jetzt sagen das noch weitere Personen hinzu kommen werden. Die Quellenlage hält noch einiges bereit. Auch die Ostpreußen im Kreis Pr. Eylau zogen viel herum um Arbeit zu finden. Militärzeiten stellen sich häufig in einem Anstieg von Einwohnerzahlen dar.
Für Landsberg gibt Horst Schulz in Die Städte und Gemeinden des Kreis Pr. Eylau
1939 3120 Einwohner bekannt
Für Stadt Pr. Eylau
1939 7485 Einwohner- Im Vergleich waren im Jahr
1933 4133 Einwohner bekannt
Auffallend bei der Recherche ist, dass besonders für die Güter, Abbauten und Ziegeleien meist sehr wenig Einwohner gefunden werden. Natürlich hat das mit der Größe dieser Orte zu tun. Ein Grund dafür mag sein, das recht häufig von einem Ort und Kirchspiel zum anderen gewechselt wurde.
Geburts- und oder ein Aufenthaltsort sind durch die Funde nicht immer konkret zuzuordnen.
Bodenständig hingegen waren die Landwirte. Sie blieben doch häufig ortsansässig. Wohl ein Grund dafür das die Bauernfamilien durchaus über einige Generationen dargestellt werden können.
Die "Zusammenführung" einzelner Personen zu Familien gelingt durch Angaben in Standesamtunterlagen, in Karteikarten des 2. Wk und Stammrollen des 1. Weltkrieg. Auch in den Samland Listen Hier werden Eltern, Ehefrauen oder weitere Angehörige genannt. Diese Angaben erhalten häufig, neben Geburtsorten weitere Lebensorte ganzer Familien.
Am Beispiel der Familie des Gutsbesitzers von Liepnicken, Franz Matz und dessen Ehefrau Maria, geb. Salomon kann anhand der Stammrollen ermittelt werden, dass der Gutsbesitzer mit seiner Frau um 1916 in Königsberg lebt. Der Sohn Julius ist 1917 Gefreiter bei der technischen Sonderformation des militärischen Bau- und Straßenbau tätig. Er ist Regierungs-Baumeister und wohnt zu der Zeit mit Frau und Kind in Oppeln, Bismarckstr. 12.
Paul Dröse der in Sollau geboren stirbt 1940 als Marine Art. Maat im 2. Wk. Seine Angehörige Erna Dröse wohnt zu der Zeit in Kissitten bei Kreuzburg.
Gleich werde ich Sollnicken veröffentlichen. Spannend beim Erstellen der Liste waren die einzelnen Funde zur Familie Gramatzki aus Sollnicken.
Zuerst finde ich
John Gramatzki der im 1. Weltkrieg bei den Schutztruppen in Daresalam Südostafrika 1918 in der Verlustliste mit dem Status gefangen verzeichnet ist. Es handelt sich um die Verlustliste Sollnicken. Das bedeutet das John dort geboren war.
Dieser Fund alleine kann zumindest anzeigen das sein Geburtsdatum zwischen +/- 1880 und 1894 lag und er in Sollnicken geboren wurde.
Ein einziger Standesamtsauszug fügt dann John Gramatzki zu seiner Familie hinzu, wie es eindeutiger nicht sein kann:
Er besteht aus der Heiratsurkunde einer Angehörigen von John. Marie Auguste Gramatzki geboren 1877 in Sollnicken heiratet in 1907 in Deutsch Wilmersdorf Robert Landt. Ihre Eltern waren der Rittergutsbesitzer von Sollnicken Paul Gramatzki und Gertrude, geb. Hahn, die später verwitwet in Baumgarten, Kreis Heiligenbeil wohnte.
Als Trauzeuge auf dieser Urkunde unterzeichnet der spätere Militär-Angehörige der Schutztruppen in Deutschostafrika John Gramatzki. Er ist 1907 27 Jahre alt und Landwirt in Baumgarten.
| Sollnicken | Gramatzki | Paul | Rittergutsbesitzer | + vor/um 1907 zuletzt Baumgarten | StABerlin | |||
| Sollnicken | Gramatzki | Hahn | Gertrude | Ehefrau |
siehe Hahn Kreuzburg/Schnakeinen, wohnt 1907 Baumgarten/Hlb.
|
StABerlin | ||
| Sollnicken | Gramatzki | Marie Auguste | Tochter | 00.00.1877 |
Alice oo 1907 Deutsch Wilmersdorf Robert Landt
|
StABerlin | ||
| Sollnicken | Gramatzki | John | Bruder/Landwirt | 00.00.1880 | 1907 27 Jahre, Trauzeuge bei Marie A. J., wohnt Baumgarten | 1.Wk |
Auszug Einwohnerliste Sollnicken, Kreis Pr. Eylau
In der Einwohnerliste von Schrombehnen/Pr. Eylau ist die Familie von Gramatzki dokumentiert:
Ob diese beiden Familien Gramatzki und von Gramatzki nun vor dem Adelstatus aus einer Linie stammen bleibt offen.
Mai 2026 1. Stand der Arbeit und Entwicklung - Highlights
Würde ich den Fortschritt dieses Projektes mit aktuellem Stand beschreiben, mir fiele ein
Verknüpfungen von Einzelpersonen zu Familien oder einzelnen Angehörigen gefunden, Datensätze aufgrund vielseitiger Quellenlage ergänzt
Die genaue Zahl des erfassten Bestandes in Einwohnerzahlen zu nennen ... ist noch nicht möglich. Ich schätze es könnten 16.000 sein. Das Ziel wären 50.000 Einwohner. Von A-P sind die Einwohner bereits eingestellt. Einige Orte fehlen noch. Hier wurden entweder keine Einträge gefunden oder die Erfassung dauert an.
In Kreuzburg gab mehr als 2000 Einwohner und es müssen noch 1500 übertragen werden.
Erkennbar ist, dass die Funde hinausreichen werden über diesen Stand aus der Einwohnerliste Kreuzburg von ca. 1939-1945 und nach 1945. Diese weiteren Personen sind bereits früher als 1939-1945 erfasst und stammen dann meist aus Kreuzburg.
Die Abschriften aus der PDF müssen noch erfolgen. Gedacht ist die Liste in alphabetischer Folge der Familiennamen zu veröffentlichen. Dann würde zu K-Kreuzburg als nächstes die Einwohnerliste A-B erfolgen. Die Abschriften sind sehr zeitaufwendig.
Neben der Erfassung von Namen, Wohnorten, Daten, Berufen, Verwandtschaftsverhältnis, Schicksal/Verbleib können auch einige Herkünfte/Umzüge zu jeweiligen Familien- oder Einzelpersonen verknüpft werden. Wertvoll sind Funde in denen auch die Herkunft, Zu- oder Wegzug oder sogar der Geburtsort angegeben werden. Ergänzungen ergeben sich häufig durch verschiedene Informationen aus unterschiedlichen Quellen.
Standesamt-Urkunden
Es macht Freude, auf diese Art den Zusammenhang von Personen zu erkennen. Zu sehen, wohin ihr Weg sie führte. Mal gingen sie vom Heimatdorf im Kreis Pr. Eylau nach Königsberg, nicht selten auch nach Berlin. Die Urkunden aus Berlin zeigen häufig, dass Männer und Frauen aus dem Kreis fortzogen. Nicht selten geschah es in den 1910/20er Jahren das sie in Berlin heirateten. Später folgten Kinder wie den Taufen zu entnehmen ist.
Besonders die Urkunden dieser Zeit geben ganz konkret Auskunft über die Eltern der Braut oder des Bräutigams. Häufig lebten diese weiter im Geburtsort des Kindes im Kreis. Ebenso lässt sich daraus erkennen, dass die Eltern an einen anderen Ort gezogen waren. Dann häufig innerhalb des Kreises.
Er kam nicht selten vor das die Eltern die aus dem Kreis stammten auch in Berlin wohnten.
Man erfährt durch die Urkunden und auch durch Volkszählungen und Melderegister, wohin Umzüge stattfanden. Aus den Berliner Dokumenten gehen auch Orte und Jahreszahlen von Eheschließung der Elterngenerationen hervor.
Dadurch ergeben sich mitunter drei Generationen einer Familie aus Pr. Eylau.
Wegezogene/Zugezogene
Natürlich erhält man einen Überblick über zugezogene oder weggezogene Personen aus Nachbarkreisen. Da finden sich Hinweise auf Heilsberger Familien ebenso wie aus Heiligenbeil. Die Heilsberger sind durch ihre Ehen mit Pr. Eylauern erkennbar. Am häufigsten sind sie natürlich nah ihrer Heimatorte in denen des Kreises Pr. Eylau zu finden. Die lagen südlich.
Süd- und und Süd-östlich lagen Bartenstein und Friedland. Von dort gibt es viele Verbindungen nach Pr. Eylau.
Seltener gibt es Verbindungen nach Wehlau. Die zeigen sich dann stärker im anschließenden Kreis Königsberg-Land. Die Urkunden von Königsberg lassen das erkennen. Hier findeten sich in Trauungen und Sterbeurkunden sehr viele Ort- und Familiennamen und Daten aus unserem Kreis. Darunter auch Verbindungen in die Stadt oder zu Nachbarkreisen.
Verbindungen lassen sich natürlich auch zu Personen aus Heiligenbeil knüpfen. Sie zogen dann über die Kreisgrenze in die Ortei des Landkreis Pr. Eylau.
Diese finden sich auch in den Karteikarten des zweiten Weltkrieges. Die Informationen darauf beinhalten immer den Geburtsort und das Datum. Die darauf verzeichneten Männer sind alle im Einsatz einer Einheit der Wehrm. gestorben. Die militärische Einheit wird genannt. Militärexperten werden ihre Freude an der Zuordnung von Einheit und Einsatzort haben.
Auf den Karten ist manchmal die Heimatanschrift zu finden. Unterschiedlich oft fand sich der Geburtsort, aber auch in ganz anderen Ortschaften des Kreises oder außerhalb davon.
Soweit verzeichnet, findet sich der Name des Vaters oder der Ehefrau hier der Umzüge bestätigt.
Die Sichtung der Unterlagen spiegelt wieder, dass in den Jahren 1936-1945 eine besonders große räumliche Bewegung rein und raus aus dem Kreis ereignet haben.
1934/1936 fand die Gründung des Heeres-Truppenübungsplatzes Stablack. Das brachte viel Umzug mit sich. Bewohner ganzer Orte wurden umgesiedelt um Platz für den Platz zu machen. Sie lebten häufig in den Nachbarregionen bekannt sind Porschein und Kissiten.
Umgezogen sind natürlich auch immer wieder die vielen Landarbeiter Familien. Während des 1. Weltkrieges sterben ersichtlich viele männliche Einwohner. Gab es deren Familiennamen um 1880/1890 noch in einem Ort, so konnte es sein das dieser Name in der Zeit des 1. Weltkrieges in diesem Ort erlosch.
Kriegerwitwen gingen dahin, wo sie Arbeit fanden. Manche heirateten wieder. Das waren weitere Gründe für einen Umzug.
Durch die Listen über verwundete, vermißte und gefallene Soldaten aus dem 1. Weltkrieg erfahren wir etwas eine Generation Pr. Eylauer Einwohner ab den 1880er Jahren. Dort sind höchst selten komplette Geburtsdaten angegeben. Ich bin aber weiterhin unsicher darüber, ob die Angaben zum Ort der Soldaten den Geburts- oder den Wohnort angeben.
In verschiedenen Orten wird sichtbar das es mehrere Namensträger gibt, die verschiedene Rufnamen haben. Das weist eher auf den Geburtsort als Angabe in den Listen hin.
Spannend dann wieder das es Angaben zum Tod gibt. Wer hätte gedacht, es könne spannend sein zu lesen das Carl Adebahr 1914 bereits verstorben ist?
Nach 1945 finden wir die Einwohner des Kreises überall verstreut. Auch in Rostock, der Lüneburger Heide, im Pott, in Berlin. Im Süden wie im Norden Deutschlands.
Richard Leopold Ladin ist so ein Mini-Kosmopolit. Er wird 1900 in unserem Kreis im Ort Gottesgnade geboren. 1919 heiratet er Emmi, geb. Sammet in Swinemünde.
Sein Vater Wilhelm, ein Landwirt, wohnt mittlerweile in Elbing.
Für Richard geht die Reise irgendwann fort aus Elbing. 1952 stirbt er in Rostock. Er war Schiffsführer.
Nicht zu vergessen sind die jungen Menschen, die um Mitte der 1930ern und später aus dem gesamten Land in den Kreis kamen.
Hier gab es mittlerweile viele Einrichtungen zur Bildung von Jugendlichen, die gerade die Schule hinter sich gelassen hatten. Noch bis 1945 waren junge Frauen im Tharauer Gutshaus zur Unterstützung der Gutsleute eingesätzt wie die Tharauer Einwohnerlisten verraten.
In Pr. Eylau und Stablack waren in dieser Zeit bis 1945 viele Auswärtige zu finden. Auch in der Liste von Landsberg finden sich viele Namen, deren Klang und Aussprache nicht mehr denen denen der Einwohner in den Dörfern ringsum gleicht.
Ämter, Schulen und Kassen und viele weitere Institutionen profitierten Wachstum und den gestiegenen Einwohnerzahlen. Neue Arbeitsplätze entstanden. Handwerk und Handel blühte.
Spannend ist auch, wenn durch die Glückwunsch- und Todesanzeige weitere Familienzusammenführungen in den Einwohnerlisten vorgenommen werden.
So finden sich Eltern, Kinder und Großeltern aber auch weitere Verwandte und sogar Nachbarn.
